Baptisten-Gemeinde Hanau

Gottes Friedensboten

Monatsspruch für Februar:

„Wenn ihr in ein Haus kommt, sprecht zuerst: Friede sei diesem Haus!“

Lukas 10,5

 

Dies sagte Jesus zu 70 Jüngern, die er ausgewählt hatte, und schickte sie immer paarweise in Städte und Dörfer, in die er später selbst kommen wollte. Die Zahl 70 ist im Alten Testament und in der jüdischen Tradition von Bedeutung. Wie die 12 Jünger des engeren Jüngerkreises das neue Israel darstellen (Israel bestand aus zwölf Stämmen), so stehen die 70 Jünger für die Völker der Erde, mit denen Gott ebenfalls einen Bund geschlossen hat (Vers 1).

 

Die Jünger Jesu haben das große Privileg, an der Ernte mitwirken zu dürfen, indem sie Menschen für sein kommendes neues Reich Gottes, seine neue Welt gewinnen (Vers 2). Das Alte Testament verwendet das Bild der Ernte als Umschreibung für das Gericht Gottes, bei dem alle, die zu Gott gehören, von ihm zusammengeführt werden.

 

Jesus bereitet die Jünger auf ihre Aufgabe, das Evangelium weiterzusagen, sehr konkret und umfassend vor.

 

Sie sollen sich auf Gottes Fürsorge verlassen: „… nehmt kein Geld mit“, das heißt, sie sind nicht materiell abgesichert. (Vers 4 )

 

Auch Paulus hat auf seinen Missionsreisen „sein Kreuz auf sich“, genommen. Er hat Verfolgung, Haft, Hunger und Durst erlitten. Er bekam aber Kraft und Stärke und Durchhaltevermögen von Gott. Paulus ermahnte aber auch die Gemeinden, die Prediger des Evangeliums, die Jünger, mit allem Notwendigen zu versorgen.

 

Sie sollen sich nicht ablenken lassen, weil das Weitersagen des Evangeliums keine Ablenkung und Verzögerung duldet.

 

Sie sollen keine langen Gespräche führen, wörtlich: „begrüßt niemanden“. Eine Begrüßung unter orientalischen Verhältnissen meint deutlich mehr als nur ein kurzes Wort. Die Jünger sollen nicht durch langes Gerede Zeit vergeuden. Sie sollen die Friedensbotschaft überbringen. (Vers 6) Wer missionieren will, darf nicht bei Gesprächen über das Wetter, bzw. „Gott und die Welt“ stehen bleiben .

 

„Wenn ihr in ein Haus kommt, sprecht zuerst: Friede sei diesem Haus!“

 

Sie sollen „in dem einen Haus“, das sie aufnimmt, bleiben, das Essen und Trinken das ihnen angeboten wird, annehmen (die jüdischen Essensvorschriften haben da keine Bedeutung mehr), denn sie dienen den Menschen und ein ständiger Quartierwechsel erschwert die Konzentration auf ihre Arbeit ( Vers 7).

 

Sie sollen sich nicht aufdrängen und sie werden auch Ablehnung erleben.

 

Sie haben den Auftrag, Friedensboten zu sein, das Evangelium weiterzusagen. Die Verantwortung dafür, ob die Botschaft angenommen wird , tragen die Angesprochenen selbst.

 

„Wenn ihr in ein Haus kommt, sprecht zuerst: Friede sei diesem Haus!“

 

Der Friedensgruß der Jünger ist mehr als ein frommer Wunsch. Durch diesen Gruß wird Gottes Friede in dieses Haus gebracht.

 

Der Friedensgruß wird konkret durch die Friedensbotschaft, die die Jünger weitersagen. Das ist die Botschaft, dass Jesus unser Friede ist, weil er uns mit Gott versöhnt hat und wir dadurch zu ihm gehören und mit ihm leben werden in seiner neuen Welt.

 

Wünschen wir das nicht allen Menschen?Auch wir können Gottes Friedensboten sein.

 

Jutta Möller

Baptisten-Gemeinde Hanau im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden - Christus erfahren. Leben entdecken. Menschen begegnen.