Gründung der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (Baptisten) Hanau, Versammlungsort am Paradeplatz 12a, in der Wohnung der Familie Huber. Die Gemeinde hatte damals 13 Mitglieder.

Umzug der Familie Huber in die Weberstraße 28, hier konnte kurz danach eine eigene Wohnung angemietet werden. Das erste Inventar waren 36 Stühle.

Die Mitgliederzahl nahm rasch zu, ein größerer Versammlungsraum wurde nötig: Fünf Jahre lang fanden die Versammlungen in der alten Hospitalkirche statt, die von der Landeskirche zur Verfügung gestellt wurde. Nach der Kündigung stand ein neuer Umzug bevor. Die darauffolgenden sieben Jahre traf man sich in einem ehemaligen Fabrikgebäude in der Nordstraße 66. Dann zwei Jahre in der Steinheimer Str. 2, dem "Deutschen Haus", einem ehemaligen Gasthof. Als das Objekt verkauft wurde, gab es einen weiteren Umzug.

Sieben Jahre lang versammelten sich die Baptisten Hanaus dann im ehemaligen Sitz der NSDAP dem sogenannten "Braunen Haus", in der Steinheimer Str. 20. Der ehemalige Sitz der NSDAP wurde 1941 von der HJ für ihre Belange genutzt. Vier weitere Jahre stellte dann die freie evangelische Gemeinde ihre Räume in der Schnurstraße 10a zur Verfügung.

Der Bombardierung Hanaus fiel auch dieses Gebäude zum Opfer. Die beiden Gemeinden feierten ihre Gottesdienste zusammen im Keller der Schulruine der heutigen Eberhard-Realschule. Als in der Eugen-Kaiser-Straße eine Baracke aufgestellt wurde, feierten die beiden Gemeinden ihre Gottesdienste nacheinander. In beiden Gemeinden nahm die Mitgliederzahl wieder zu.
Um diese Zeit kamen auch einige Heimatvertriebene aus Bonyhard in Ungarn, die rund um Gelnhausen angesiedelt wurden. In Meerholz entstand so eine kleine Gemeinde von 65 Mitgliedern, die von der Hanauer Muttergemeinde mit betreut wurde.
Das Grundstück in der Frankfurter Straße 16 wurde gekauft. Das erste eigene Gemeindehaus wurde in Eigenarbeit gebaut.
Das Gemeindehaus konnte bezogen werden. Seit dieser Zeit ist es oft umgebaut und vergrößert worden und immer mit viel Eigenarbeit. Der Standort hat sich aber seither nicht mehr verändert, nur der Name: Am Frankfurter Tor 16.

Das Trümmergrundstück nebenan konnte gekauft werden, hier entstand ein Wohnhaus, gleichzeitig wurde die Kapelle umgebaut. Viele Arbeiten wurden in Eigeninitiative an den Samstagen geleistet.

In dieser Zeit kamen und gingen einige Pastoren, die Gemeinde wuchs und veränderte sich: Es fanden Evangelisationen statt, die Jugendarbeit wurde verstärkt. Offenere lebendige Gottesdienste wurden abgehalten; es entstanden kleine Gemeindegruppen, in denen miteinander geredet wurde.
Ein Jugendpastor wurde eingestellt, der die Gemeinde bis 1989 begleitete.
Die Tochtergemeinde Meerholz wurde eine eigenständige Gemeinde.

Der erste Bauabschnitt des neuerlichen Umbaus der Gemeinde begann mit der Grundsteinlegung am 3. Februar. Richtfest wurde am 28. Juni gefeiert und die Einweihung am 1. Dezember.
Pastorendienst von Dr. Günther Kösling

Der zweite Bauabschnitt ist beendet, in den Gemeinderäumen finden alle Gruppen ihren Platz. Außerdem werden die Räumlichkeiten für eine Vielzahl von Veranstaltungen wie z.B. eine Kunstausstellung oder den alljährlichen Kinderkleiderbasar genutzt.
Für ca. ein dreiviertel Jahr ist die Gemeinde ohne Pastor.
Silke und Hanno Sommerkamp beginnen ihre berufliche Pastorenlaufbahn in der Gemeinde. Sie teilen sich die Gemeindearbeit. Diese Konstellation ist für die Gemeinde völlig neu, da bisher die Pastorenstelle von einem Pastor besetzt wurde. Zudem hat die Gemeinde mit Silke Sommerkamp erstmals eine Frau als Pastorin.