





22.-24. April 2005
Der folgende Artikel ist eine Zusammenstellung aus Beiträgen von Traudel Schreiner, Willi Timm, Evelyn Engelbrecht und Gerlinde Kortenhoeven. (Die Namen stehen jeweils abgekürzt am Ende eines Abschnittes.)
Unsere Gemeinde lebte zwei Tage miteinander im Gemeindehaus: Junge, Mittlere und Senioren. Ich hatte mich sehr darauf gefreut.
Am Freitag Abend trafen wir uns zum ersten Mal zum Abendessen, zu dem jeder etwas mitgebracht hatte. Danach waren die Kinder mit den Erwachsenen zusammen, um miteinander zu spielen. Ein Spiel möchte ich berichten: Die Erwachsenen mussten ihre Augen schließen und die Kinder kamen mit Dosen und hielten diese unter unsere Nasen. Wir mussten riechen, was drin ist. Das war sehr lustig.
Die Kinder durften in dieser Nacht mit einem Schlafsack im Gemeindehaus schlafen. Einige Eltern waren auch dabei, dass den Kindern nichts passiert. (TS)
Für die Kinder hatten wir Betreuer "ausgeliehen", damit die Eltern und Kinder-Mitarbeiter auch einmal Zeit für sich selbst hatten. Das Angebot war sehr vielfältig.
"Gott begegnen - den eigenen geistlichen Lebensstil entdecken" hieß die Gruppe, an der ich teilnahm. Wir alle sind verschieden, auch darin, wie wir Gottes Nähe am intensivsten spüren. An neun verschiedenen Tischen, die die Leiterinnen für uns aufgebaut hatten, konnte man das ausprobieren. So gab es einen Naturtisch, einen "sinnlichen" Tisch (mit duftendem Rosenöl, Wein und Schokolade), einen asketischen Tisch (nur mit Kreuz und Bibel), einen aktivistischen Tisch (mit Werkzeug und vielerlei Prospekten), einen "intellektuellen" Tisch und anderes mehr. An jedem konnte man eine Zeitlang verweilen, um zu sehen, wie die hier aufgestellten Dinge auf uns wirkten. Nachher in der Runde tauschten wir uns aus. Alle hatten Neues über sich selbst erkannt. (GK)
Ich fand mich in allem wieder, nur mit einem konnte ich nichts anfangen: Der "enthusiastische" Typ! Wisst ihr, was das bedeutet? Das ist der Typ, der ich bin: der die Hände hebt, lobt und preist und dem Herrn die Ehre gibt. (TS)
Das war die Gelegenheit: Da wir beide, Frank und ich, noch nie einen Tanzkurs absolviert haben, interessierte uns dieses Angebot. Gemeinsam mit drei anderen Paaren trafen wir uns im Bibelstundenraum. Unsere Tanzlehrerin und unser Tanzlehrer kamen aus der Baptistengemeinde Marburg und haben uns die ersten Schritte beigebracht. Es hat uns viel Spaß gemacht, auch wenn wir manchmal etwas überfordert waren. Aber nur Übung macht den Meister! Zuerst haben wir Disco-Fox und langsamen Walzer gelernt. Bei der Salza war mehr Hüftschwung gefragt und die Schritte wurden etwas schneller. Schließlich endete dieses Seminar und wir waren mit den ersten Ergebnissen ganz zufrieden. Nun hoffen alle Teilnehmer, dass wir bald wieder Gelegenheit haben, die gelernten Tänze anzuwenden und weiter zu üben. (EE)
Und nachmittags dann wieder verschiedene Gruppen.
Einige machten einen Gebetsspaziergang durch die Hanauer Innenstadt:
Wir fanden uns als Gruppe von sieben Personen zusammen: Götz, Ruth, Tamara, Inge, Melina, Tanja und ich. Unsere erste Station war das Frankfurter Tor mit dem angrenzenden Vinzenz-Krankenhaus. Dort beteten wir für die Patienten, Ärzte und das Pflegepersonal. Am Gericht für gerechte Urteile und die Menschen, die sie fällen müssen. Am Heinrich-Fischer-Bad für sinnvolle Freizeitangebote, damit Jung und Alt in der Stadt gesunde Freizeit betreiben können. Am neuen jüdischen Zentrum an der Wilhelmsbrücke für die Versöhnung und das Zusammenleben von Juden und Christen. Am Psychosozialen Zentrum für Betreuer und Betreute. Bei Hereus für das soziale Gewissen der Unternehmer und für den Erhalt der Arbeitsplätze in Hanau. Um nur die wichtigsten zu nennen.
Götz hatte die kleine Wanderung gut vorbereitet. Wir waren über zwei Stunden bei herrlichem Sonnenschein unterwegs, um Gott für die Aufgaben der einzelnen Stationen zu bitten. Es war eine interessante Erfahrung, so öffentlich einen Gebetskreis zu bilden und unsere Präsenz als Christen in Hanau zu demonstrieren. Den Menschen, die sich für unser Tun interessierten, erklärte Götz unser Anliegen. (WT)
Dies war ein Programmpunkt, an dem vor allem ältere Geschwister ihre Freude hatten. Jede Zeit hat ja ihren eigenen Stil und ihre eigenen Lieder, und so gibt es viele schöne Lieder, die heute nicht mehr gesungen werden. Jetzt war die Gelegenheit, alte Liederbücher hervorzuholen, und einige hatten Wunschlieder mitgebracht. Fast zwei Stunden lang sangen wir miteinander unter Begleitung von Hanno und erinnerten uns. Ein bisschen war es wie eine Begegnung mit alten Freunden. (GK)
Am Abend waren wir alle noch zusammen, tauschten uns aus, wie es uns gefallen hat, und sangen und beteten intensiv miteinander und füreinander.
Und so gingen wir nach Hause, um am Sonntag Morgen wieder in Gottes Gegenwart mit allen Lieben den Gottesdienst zu feiern. Besonders schön war die Musik vom Rhein-Main-Kammerorchester, das bei uns zu Besuch war.
Vielen Dank allen Mitarbeitern in der Küche und allen, die diese Tage so wunderbar gestaltet haben. (TS)