Baptisten-Gemeinde Hanau
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Allianzgebetswoche 2009

Durch den Glauben...

Glauben ist eine Beziehungssache. Im Mittelhochdeutschen hieß es „gelouben“, was an „geloben“ und „sich verloben“ erinnert. Sogar die alten Germanen verstanden es schon so: Glauben heißt: Gott lieb haben.

 

Ich glaube an Gott den Vater. Und an Jesus Christus. Und an den Heiligen Geist. Ich habe ihn lieb, den dreieinigen Gott. Weil er mich unendlich lieb hat. Und ich ihm diese Liebe glaube.

Martin Luther wird der folgende Text zugeschrieben:
"Mir ist es bisher wegen angeborener Bosheit und Schwachheit unmöglich gewesen, den Forderungen Gottes zu genügen. Wenn ich nicht glauben darf, dass Gott mir um Christi willen dies täglich beweinte Zurückbleiben vergebe, so ist’s aus mit mir.
Ich muss verzweifeln.
Aber das lass ich bleiben. Wie Judas an den Baum mich hängen, das tu ich nicht. Ich hänge mich an den Hals oder Fuß Christi wie die Sünderin. Ob ich auch noch schlechter bin als diese, ich halte meinen Herrn fest.
Dann spricht er zum Vater: Dies Anhängsel muss auch durch. Es hat zwar nichts gehalten und alle deine Gebote übertreten, Vater, aber er hängt sich an mich. Was will’s! Ich starb auch für ihn. Lass ihn durchschlupfen.
Das soll mein Glaube sein!"


Und solcher Glaube bleibt nicht ohne Folgen. Durch ihn …
… gewinnen wir Durchblick, können wir Gott gefallen, handeln wir mutig, wird Unmögliches möglich, stoßen wir an Grenzen, geben wir den Segen weiter, leben wir konsequent und setzen wir auf Zukunft. Acht spannende Themen aus dem Zentrum des christlichen Glaubens erwarten uns in der Allianzgebetswoche.

Wir wollen auf Gott hören und aufeinander. Und wir wollen ihn ganz neu lieb gewinnen. Und die Christenmenschen links und rechts von uns auch.

Herzlich,
Ihr

 

Jürgen Werth
Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz und Direktor des Evangeliums-Rundfunks in Wetzlar

Vor 160 Jahren endete die Gründungskonferenz der weltweiten Evangelischen Allianz-Bewegung in London

Gemeinsam beten: Von der Gebetswoche zur Gebetsbewegung

Heute vor 160 Jahren ging in London die Gründungskonferenz der Evangelischen Allianz zu Ende. Sie hatte am 19. August begonnen und zwei Wochen gedauert. Zu ihr trafen sich 1846 in London 921 Delegierte aus 12 Nationen und 52 Denominationen. Am Anfang der Konferenz war durchaus offen, ob es am Ende zu einer Einigung kommen würde.

 

Neben dem Gründungsbeschluss der Allianzbewegung, die heute in 124 Ländern eigene nationale Zweige unterhält, dem Beschluss über die Glaubensbasis der Evangelischen Allianz, einem Beschluss „zur Heilighaltung der Presse“ und der Unvereinbarkeit der Sklavenhaltung hatte der Beschluss zum Start einer Gebetsbewegung weit reichende und nachhaltige Bedeutung. Der Entschluss zur Einrichtung der Allianzgebetswoche jeweils am Anfang eines jeden Jahres war damals sehr ungewöhnlich. Im Zeitalter konfessioneller Auseinandersetzungen, kirchenpolitischer Medienkämpfe und denominationeller Abgrenzungen bedeutete er eine gründliche Provokation. „Es eint uns im Glauben mehr als uns trennt“, war die bisherige Erfahrungen und Erkenntnisse in den Schatten stellende Entdeckung. Wenn und weil das so ist, hindern auch die tiefen Gräben unterschiedlicher kirchlicher Institutionen nicht mehr länger die Gemeinschaft des Gebetes. Das war alles andere als selbstverständlich!

 

Aber die Beschlüsse gingen noch weiter. Eine Woche Gemeinschaft im Gebet während eines ganzes Jahres - das könnte, wenn sie alleine bliebe - auch eine Alibifunktion für den geteilten Leib Christi sein, die eigenständigen und manchesmal auch eigensinnigen Wege in konfessioneller Abgeschiedenheit weiterzugehen. Deshalb rief man dazu auf, sich jeden Montag an allen Orten zu solch gemeindeübergreifenden Gebetsversammlungen zusammenzufinden. Nicht einmal im Jahr - einmal pro Woche wollte sich die Allianzgemeinschaft zum gemeinsamen Gebet einfinden!

 

Wir sind weit davon entfernt. Aber seit Jahren ist es unsere Absicht, daß wir wieder ein Stück den Anfängen näher kommen und sich die Gebetswoche zu einer Gebetsbewegung entwickelt. Um dazu einen kräftigen Impuls zu geben, hat die Deutsche Evangelische Allianz in den letzten Jahren die Gebetsbewegung forciert. Neben der traditionellen Gebetswoche zu Beginn des Jahres – Allianzgebetswoche – die im Kontext europaweiter Allianzgemeinschaft in den meisten der 32 Mitgliedsallianzen durchgeführt wird, ist die Deutsche Evangelische Allianz auch Träger weiterer Gebetsinitiativen:

 

  • Viermal jährlich erscheint das Monatliche Allianzgebet mit thematischen Anregungen und Vorschlägen zur Gestaltung von Gebetsversammlungen. In den nächsten Monaten sind es folgende Monatsthemen:
    September: Herausforderung Islam
    Oktober: Ja zum Leben und zur Familie
  • Zusammen mit dem Heft „Monatliches Allianzgebet“ erscheinen für jeden Tag Gebetsbitten, die Christen jahraus, jahrein miteinander im Gebet verbinden. Dieser tägliche Fürbittekalender ist die Fortführung des seit 1974 herausgegebenen Lausanner Gebetskalenders.
  • Das „30 Tage Gebet für die islamische Welt“ gibt für die 30 Tage des islamischen Fastenmonats Ramadan Informationen über die islamische Welt, die zum Gebet anleiten, in diesem Jahr ab 24. September.
  • Der von der Weltweiten Evangelischen Allianz jedes Jahr im November angesetzte Gebetstag für verfolgte Christen wird auch in Deutschland mit der Herausgabe von Information und Gebetsbitten vorbereitet und begleitet. Er findet meist auch innerhalb der von den ökumenisch orientierten Kirchen ausgerufenen Friedensdekade statt. Wir sehen das Gebet und die Unterstützung für die verfolgten Christen als passenden Beitrag zum Frieden auch zwischen den Völkern und Nationen. 2006 ist er am 12. November vorgesehen.

 

Wir laden alle Christen, christliche Gemeinden und Gemeinschaften ganz im Sinne einer „dem Evangelium von Jesus Christus verpflichteten Gemeinschaft“ (das ist die Erklärung des Begriffs „Evangelische Allianz“) ein, sich mit einzureihen in die internationale Gemeinschaft der Beter – das ganze Jahr hindurch.

 

Weitere Informationen zur Deutschen und Internationalen Evangelischen Allianz unter www.ead.de. Regelmäßige Publikationen der Deutschen Evangelischen Allianz sind das Magazin „EiNS“, die erwähnten Gebetshefte und E-Mail-Newsletter zu verschiedenen Themenbereichen.

 

Hartmut Steeb
Generalsekretär
(www.ead.de)

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