Unter diesem Titel feierten wir am 17. August einen Gottesdienst, der ganz bewusst in die Nähe unseres Gründungstages am 12. August gelegt war. Wir wollten zurückblicken, wie es in der Anfangszeit unserer Gemeinde vor 100 Jahren zugegangen war. Bei der Vorbereitung war uns sehr wohl bewusst, dass wir das religiöse Empfinden unserer Vorfahren zwar erahnen, aber nicht ganz nachfühlen konnten.
Der Gottesdienstverlauf war in der Reihenfolge der Elemente so geplant, wie das früher üblich war, mit Liedern, Textlesung, Predigt, Gebeten. Wir hatten Lieder vorgesehen, die früher gern gesungen wurden, darunter auch das alte Chorlied „Herr, deine Güte reicht so weit“.
Die Predigt lehnte sich an eine Predigt des englischen Predigers C.H.Spurgeon an, der früher in unseren Gemeindefamilien gern gelesen wurde, und es wurde auch stellenweise daraus zitiert. Wir merkten: Vieles, was unsere Gemeindegründer dachten und sagten, ist durchaus noch aktuell. Salz und Licht der Welt sollen und können und wollen wir auch heute noch sein, und das aus der selben Kraft wie vor 100 Jahren.
An verschiedenen Stellen wurde der Gottesdienstverlauf „unterbrochen“ durch Erläuterungen aus heutiger Sicht, die das Geschehen erklärten und auf manches hinwiesen.
Besonderer Höhepunkt war dabei das Vorstellen verschiedener Moden aus 100 Jahren. Liebevoll hatte Doris Wolf Frauen aus der Gemeinde mit Kleidung ausgestattet. (siehe Foto)
Auch über die Sonntagsschule der Anfangszeit, über Gebetsformen im Gottesdienst und die Gemeindeinformationen erfuhren wir einiges. Ein interessanter und gelungener Rückblick.
Gerlinde Kortenhoeven